Früher oder später kommen die Kleinen mit der unvermeidlichen Frage nach einem Haustier vom Kindergarten nach Hause.
Eltern sollten die Frage nicht einfach begraben sondern sich überlegen ob die Familie bereit ist für ein Haustier. Sie sollten das für und wieder auf den Tisch bringen bevor sie dem drängen vom Nachwuchs nachgeben. Ein Haustier hat eine pädagogische Wirkung auf die Kinder da sie automatisch Verantwortung übernehmen und ist auch eine wundervolle Ergänzung für eine Familie. Es kann aber auch zu einer Last werden. Deshalb ist es für beide, also Familie und Haustier, wichtig, bevor man sich entscheidet, sich folgende Fragen zu stellen.
Wer ist verantwortlich für das Füttern, Spazieren gehen, die Pflege und der Reinigung falls ein Malheur passiert.
Wie schaut es mit einem Platz aus? Familien die in Wohnungen leben, sollten sich unbedingt überlegen welche Art von Tier man in die Wohngemeinschaft einbringt.
Eine Katze, ein Vogel oder auch Fische sind unproblematischer zu halten als ein Hund. Sie sollten nie vergessen, dass man mit einem ausgewachsenen Hund mindestens viermal-fünf mal am Tag hinaus muss. Mit einem Welpen noch viel öfter. Außerdem wird ein Wohnungshund auch mehr Auslauf benötigen wie ein Hund der einen Garten hat.
Auch den Zeitfaktor sollten Sie in Ihre Überlegungen mit ein zu planen. Unter Umständen müssen Sie sich von anderen Freizeitaktivitäten verabschieden, damit Sie sich dem Tier auch angemessen widmen können. Haben Sie Zweifel, sollten Sie das Projekt Haustier vielleicht verschieben, bis die Kinder gewisse Aufgaben übernehmen können.
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie und Ihre Familie das Tier zuerst beobachten und gemeinsam genau überlegen ob das die richtige Wahl ist. Schließlich gehen Sie mit einem Haustier eine langjährige Verpflichtung ein die Sie nicht so einfach wieder rückgängig machen können. Das wäre gegenüber dem Tier auch nicht fair.
Ganz wichtig ist die Ernährung wenn es sich um ein junges Tier handelt. Junge Tiere machen während des ersten Jahres eine gewaltige Entwicklung durch und verlangen eine ausgewogene Ernährung. Kohlenhydrate und Proteine sollten Sie in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis anbieten. Mineralstoffe, Kalzium und Phosphor dienen dem Wachstum der Muskeln und Knochen und Vitamine sorgen für das Wohlbefinden des Lieblings.
Gewöhnt sich das Tier an ein gewisses Futter, ist es fast unmöglich zu wechseln. Wenn das Tier nicht fressen will, sollten Sie auf keinen Fall mit einem anderen Futter locken. Sieht das Tier trotz Nahrungsverweigerung gesund und munter aus wie immer, hat es wahrscheinlich keinen Hunger, sein Körper verlangt nach keinem Fressen. Das Tier wird sich einfach später oder am nächsten Tag über sein Fressen hermachen. Lassen Sie sich diesbezüglich nicht aus der Ruhe bringen.
Auch sollten die Erstausstattung, bevor das Tier zu Hause einzieht, vorhanden sein. Je nach dem benötigt man ein Bettchen, Korb oder einen dementsprechenden Platz, Futter und Getränkenapf, Pflegezubehör, eine Transportkiste und Spielzeug.
Vom ersten Tag an sollten Sie darauf achten, was der neue Mitbewohner darf und was nicht. Gewöhnt sich das Tier an etwas, dann wird es immer wieder versuchen das gleiche zu tun. Darum sollten Sie strikt sein, auch wenn es Ihnen das Herz bricht. Es mag ja süß und herzig sein was der kleine Racker alles anstellt, wird aber später zur Katastrophe. Natürlich stellt man oft hinterher fest, dass Grenzen die man gesetzt hat, eigentlich eine Belastung für beide sind. Dann sollten Sie über diese Grenzen nachdenken ob sie auch wirklich nötig sind und je nach dem, nach einer Alternative suchen. Bedenken Sie, ein Tier kann sehr mächtig in seiner Kreativität und Neugier sein. Dann ist Rebellion angesagt.
Leider kann man anfangs nicht ganz vermeiden, dass nicht hin und wieder ein kleines Malheur passiert. Wie auch immer, das Ziel sollte sein, dass das Haustier seine Geschäfte dort macht, wo es darf. Eine Katze ist leicht zu trainieren. Man setzt sie einfach in ihr Katzenklo und solange sie weiss wo sich das befindet, wird sie auch dorthin gehen. Hunde sind nicht so einfach, aber mit etwas Geduld ist auch das zu schaffen. Jedesmal wenn der Hund die typische Position einnimmt, schnappt Sie ihn und tragen ihn hinaus. Hat er sein Geschäft dann erledigt, loben Sie ihn mit Leckerli, Streicheleinheiten und mit lobenden Worten. Dann haben Sie das auch in kurzer Zeit im Griff.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Wahl des Tierarztes. Sie sollten wirklich nur bei diesem Tierarzt bleiben, den Sie auf Anhieb vertrauen. Wechseln Sie ihn, bis Sie dort gelandet sind, wo Sie das Gefühl haben, das Haustier ist hier in guten Händen. Der Tierarzt muss von sich aus, das Tier generell untersuchen, ohne dafür ein Honorar zu verlangen. Er verdient an den anderen Dienstleistungen und den Medikamenten. Allerdings sollten Sie die Ratschläge bezüglich Impfung, Flohmedikation und Wurmvorbeugung ernst nehmen. Nach diesen Kriterien sollte man sich richten. Vertrauen Sie dem Tierarzt und fühlen Sie sich dort gut aufgehoben dann sollte der Weg keine Rolle spielen auch wenn Sie einen anderen Arzt in Ihrer Nähe haben.